
Getreide ist vor allem in Form von Vollkornprodukten ein wesentlicher Bestandteil einer primärpräventiven Ernährung für Kinder und Jugendliche. Ein hoher Verzehr von Vollkornprodukten wird in epidemiologischen Studien unter anderem mit einem verminderten Risiko assoziiert, an Dickdarmkrebs zu erkranken. mehr ...
Im Kollektiv der DONALD Studie (DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) wurde anhand von Messungen der Osmolalität des Urins ein inadäquater Hydratationsstatus festgestellt. Deswegen wurde empfohlen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland ein Glas Wasser zusätzlich am Tag trinken sollten. Die DONALD Studie zeigte auch, dass ein guter Hydratationsstatus mit einer empfehlungsgerechteren Ernährungsweise assoziiert war. In Bezug auf die Entstehung von Übergewicht kann sich ein erhöhter Wasserverzehr vor allem dann positiv auswirken, wenn dadurch zuckerhaltige Erfrischungsgetränke und Säfte ersetzt werden. Im DONALD Kollektiv erwies sich der Verzehr von Erfrischungsgetränken und auch von Säften als Risikofaktor für die Übergewichtsentstehung, zumindest bei Mädchen. mehr ...
Studien aus den USA lassen vermuten, dass durch den Verzehr von Erfrischungsgetränken die Milch aus der Ernährung von Kindern verdrängt wird. Aufgrund des hohen Kalziumgehaltes der Milch wurde daher häufig ein indirekter negativer Einfluss des Verzehrs von Erfrischungsgetränken auf die Knochenentwicklung bei Kindern postuliert. mehr ...
Beobachtungsstudien an Erwachsenen legen nahe, dass die Qualität der Kohlenhydrate, d.h. der glykämische Index (GI) und die glykämische Last (GL) der Kost bzw. ihr Anteil an Ballaststoffen, Vollkorn und zugesetztem Zucker, eine Rolle bei der Entwicklung von Übergewicht spielt. Für Kinder und Jugendliche liegen bislang kaum prospektive Daten vor.
In der DONALD (Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed) Studie wurden daher die Zusammenhänge zwischen der Kohlenhydratqualität und dem BMI bzw. dem Körperfettanteil (%KF) in der Kindheit (2-7 Jahre) und im Jugendalter (zwischen Pubertätsbeginn und den folgenden 4 Lebensjahren) sowohl im Querschnitt als auch prospektiv untersucht.
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Der Verzehr von energiehaltigen Erfrischungsgetränken bzw. Softdrinks bei Kindern und Jugendlichen wurde bisher hauptsächlich in Zusammenhang mit der Entstehung von Übergewicht kritisiert. Studienergebnisse aus den USA weisen auch darauf hin, dass Erfrischungsgetränke die Milch aus der Ernährung von Kindern und Jugendlichen verdrängen und auf diesem Wege indirekt die Zufuhr verschiedener Vitamine und Mineralstoffe beeinträchtigen könnten. Eine schlechtere Versorgung mit diesen Nährstoffen könnte längerfristig das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten erhöhen. mehr ...
Fisch ist eine gute Nährstoffquelle nicht nur für Protein, Vit. D und E, Jod und Selen, sondern besonders für langkettige mehrfachungesättigte n-3 Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind wichtig für die kindliche Entwicklung und sie leisten darüber hinaus einen Beitrag zur Prävention von späteren ernährungsabhängigen Krankheiten, wie kardiovaskuläre Erkrankungen. Deshalb werden in dem Präventionskonzept der Optimierten Mischkost, kurz optimiX® für Kinder und Jugendliche Portionsgrößen für Fisch zwischen 35 g und 100 g/Woche je nach Alter empfohlen. mehr ...
Einige experimentelle Kurzzeitstudien berichten eine verringerte Energiezufuhr nach Mahlzeiten mit niedrigerem glykämischen Index (GI), andere Studien hingegen legen kurzfristig sättigende Effekte einer Mahlzeit mit hohem GI nahe. In der DONALD (Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed) Studie wurde daher untersucht, ob die Höhe des GI im Frühstück (GIFr) bei gesunden Kindern für deren anschließende Energieaufnahme am Tag von Bedeutung ist, und in wieweit ein solcher Einfluss von der Zeit bis zur nächsten Mahlzeit abhängt. mehr ...
Eine schnelle Gewichtszunahme in der frühen Kindheit hängt mit der Entwicklung von Übergewicht und dem späteren Auftreten von verschiedenen Erkrankungen zusammen. Sowohl bei Kindern, die zu klein bzw. zu leicht für ihr Gestationsalter geboren wurden, als auch bei normalgewichtigen bzw. normal großen Neugeborenen führt eine schnelle Gewichtszunahme zu einem höheren Körperfettanteil (KF%) in der späteren Kindheit. Welche Faktoren diesen Zusammenhang stimulieren oder modifizieren könnten ist allerdings noch unklar. Es ist aber denkbar, dass die postnatale Ernährung, ein wichtiger Regulator des Wachstums, eine Rolle spielen könnte. mehr ...
Stillen gilt allgemein als Schutz vor späterem Übergewicht. Es ist jedoch unklar inwieweit es sich auch auf die Entwicklung des Körperfetts in der Kindheit günstig auswirkt. Dies ist von Bedeutung, da vor allem ein Übermaß an Körperfett - mehr als ein hoher Body mass Index (BMI) - die Entwicklung späterer Erkrankungen begünstigt. mehr ...
Eine erhöhte Proteinaufnahme in den ersten Lebensjahren könnte zur Entstehung von Übergewicht beitragen. Zum einen weist Muttermilch von Natur aus einen sehr geringen Proteingehalt auf, was ein Grund dafür sein könnte, warum Stillen in zahlreichen Studien mit einem geringeren Übergewichtsrisiko im Kindesalter einher ging. Zum anderen kommt es mit der Einführung von Beikost (Milch, Fleisch, Getreide) und dem allmählichen Übergang zur Familienernährung auch bei gestillten Kindern zu einem raschen Anstieg der Proteinzufuhr. mehr ...
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