Milchernährung

Stillen

  • Muttermilch ist in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für einen Säugling.
  • Muttermilch hat zahlreiche Vorteile für die Gesundheit von Mutter und Kind. Schadstoffe in Muttermilch sind heute kein Problem mehr.
  • Sie können Ihr Kind ohne Bedenken in den ersten 4-6 Monaten voll stillen und danach nach der Einführung von Beikost so lange weiter stillen, wie Sie und Ihr Kind dies möchten.

Säuglingsmilch

  • Manche Mütter können oder wollen nicht stillen. Dann ist eine Fertigmilch, d. h. eine industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung, die beste Alternative.

  • In Deutschland werden zum einen Säuglingsanfangsnahrung mit der Silbe "Pre" oder der Ziffer "1" in der Bezeichnung angeboten. Sie sind für die Milchernährung im gesamten 1. Lebensjahr geeignet. Zusätzlich sind Folgemilchen mit der Ziffer "2" oder "3" auf dem Markt, die für Säuglinge ab dem 7. Lebensmonat - als Teil einer Mischkost - geeignet. Ein Wechsel von einer Säuglingsanfangsnahrung auf eine Folgenahrung ist möglich, aber nicht notwendig.

  • Für allergiegefährdete Säuglinge, die nicht gestillt werden, werden sogenannte HA-Nahrungen empfohlen.

  • Die Selbstherstellung von Säuglingsmilch ist aus hygienischen und ernährungsphysiologischen Gründen nicht empfehlenswert. Das gilt sowohl für selbsthergestellte Säuglingsmilch auf der Basis von Kuhmilch als auch aus der Milch von Ziegen, Schafen oder Stuten.

  • Vegetarischen Milchnahrungen, z. B. Mandelmilch oder Reismilch, sind für Säuglinge auf keinen Fall geeignet, da sie nicht den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen von Säuglingen entsprechen und es bei der Ernährungs mit solchen Milchensogar schon zu schweren Gedeihstörungen gekommen ist.



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